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Treulose Tomaten? Denen ist nur zu warm

TU Dresden Tomaten Hitze
Auch Tomaten leiden unter der Hitze. Dass sie so rot sind, liegt aber nicht am Sonnenbrand.

Worum geht’s? TU Dresden, HTW Dresden, Angewandte Linguistik, INNISOY, Landwirtschaft

Da haben wir den (Tomaten)-Salat. An der TU Dresden fanden Wissenschaftler jetzt heraus, dass auch Tomaten ganz schön unter den hohen Temperaturen leiden.

Tomaten im Stress

Der diesjährige Sommer macht einem ganz schön zu schaffen. Doch wir sind nicht die Einzigen, die unter der Hitze leiden. Ein Forscherteam um Prof. Dr. Jutta Ludwig-Müller von der Professur für Pflanzenphysiologie an der TU Dresden konnte gemeinsam mit Experten aus Israel nachweisen, dass starke Hitze einen negativen Einfluss auf den Hormonhaushalt von Tomatenpflanzen hat. In dem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Projekt entwickelten die Wissenschaftler Lösungen für die Landwirtschaft, hitzebedingte Ertragseinbußen zu minimieren.

Für die Entwicklung der Pflanze spielt das Hormon Auxin eine wichtige Rolle. Je größer jedoch die Wärmebelastung, umso geringer der Hormongehalt und umso geringer auch die Blüten- und Fruchtbildung. Der nächste Schritt für die Dresdner Forschergruppe ist die kontrollierte Manipulation des Hormonhaushalts in Hinblick auf die Hitzeresistenz der Tomate. Sollte es gelingen, das Hormongleichgewicht gezielt zu verändern, könnten langfristig Ernteeinbußen verringert und die Entwicklung der Pflanzen verbessert werden.

Urlaubsgrüße aus der Forschung

Sommerzeit ist Urlaubszeit – und damit auch Hochsaison für Postkarten. Wie die Menschen damals und heute ihre Ferien beschrieben und wie sich das Verständnis von Urlaub in den letzten Jahrzehnten verändert hat, untersuchen Wissenschaftler der TU Dresden und der Universität Zürich in einem Gemeinschaftsprojekt. „Wir untersuchen die Postkarten von 1950 bis 2000 sowohl textlinguistisch als auch kulturwissenschaftlich“, erklärt Joachim Scharloth, Professor für Angewandte Linguistik an der TU Dresden.

Geforscht wird nicht nur an der historischen Entwicklung von Urlaub, sondern auch an den Textmusterdynamiken auf den Karten. Für die automatische Mustererkennung wurden die Postkarten digitalisiert und aufbereitet. „Jetzt beginnt der spannende Teil unserer Arbeit“, so Joachim Scharloth. „Das Korpus liegt vor, die ersten Analysen laufen und die ersten Muster konnten wir bereits berechnen.“ Die Auswertung des Inhalts wird jedoch noch etwas dauern. Bis die Ergebnisse da sind kann jeder die Zeit für sich nutzen und seine eigene Urlaubspost auf die Reise schicken.

Den Kopf im Sand

Der Sojaanbau hat eine lange Tradition in Japan, aber auch in Europa wird er immer wichtiger. In den letzten fünf Jahren verzehnfachte sich das Anbauvolumen in Deutschland. Forscher der HTW Dresden vom Fachgebiet Ökologischer Landbau der Fakultät Landbau, Umwelt & Chemie untersuchten im Rahmen des internationalen Kooperationsvorhabens INNISOY (Innovation Network to Improve Soybean Production under the Global Change) das Wurzelwachstum von Sojabohnen.

Durchgeführt wurden die Forschungsarbeiten auf einem Versuchsfeld der Tokyo University of Agriculture and Technology mit aufwändigen Profilgruben und -wänden. Die Arbeiten werden im September 2018 fortgeführt, bis dahin werden erste Ergebnisse der Wurzelforschung im Norden Japans erwartet.

Text: Madeleine Brühl
Foto: Pixabay/Alexas Fotos

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