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Täglich grüßt der Stinkefinger: TU erforscht Hetze im Netz

In den Sozialen Medien treffen manche nicht immer den Ton
In den Sozialen Medien treffen manche nicht immer den Ton

Worum geht’s? TU Dresden, Nanotechnologie, Soziale Medien, OncoRay

An der TUD wurde ein Sonderforschungsbereich eingerichtet, der sich mit Umgangsformen im Internet beschäftigt. Was hinter Dresdner Labortüren sonst noch so getüftelt wird …

Kleine kommen ganz groß raus

Unsere Erbgutträger mit ihrer charakteristischen Doppelhelixform kennt wohl jeder. Aber wer hätte gedacht, dass die DNA als Vorbild dienen könnte, um neue Materialien zu erschaffen? Auf diesem Gebiet wird seit einigen Jahren an der Professur für Physikalische Chemie, Mess- und Sensortechnik der TU geforscht. Die Forschergruppe „MindNano“ beschäftigt sich erfolgreich damit, biologische Strukturaufbaus in die Technik zu übersetzen. Ende Mai gab es zu diesem Thema am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme einen internationalen Workshop unter dem Titel „Future Trends in DNA-based Nanotechnology“.

Neben den Forschern aus Dresden waren Wissenschaftler aus der ganzen Welt zu Gast, um an der Entwicklung neuer Materialien nach DNA-Vorbild zu arbeiten. Durch die enge Zusammenarbeit erhoffen sich die Koordinatoren aus Dresden, China und den USA weitere Impulse, um die Technologie in die Wirtschaft einführen zu können. Die „DNA-Nanotechnologie“ nutzt DNA-Moleküle, um künstliche Nanostrukturen komplex aufzubauen und daraus Materialien zu fertigen. Durch den Einsatz in Bereichen wie Energiewirtschaft, Elektromobilität oder Medizintechnik gilt die Entwicklung als Innovationsmotor für den Technologiestandort Dresden.

Und täglich grüßt der Stinkefinger

Der Umgangston, besonders in den sozialen Medien, ist rauer geworden. Im Schutze des Digitalen traut sich mancher Dinge zu sagen, die er im Gespräch eher runtergeschluckt hätte. Ab dem 1. Juli widmen sich Wissenschaftler aus dem Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften der TU im neuen Sonderforschungsbereich „Invektivität. Konstellationen und Herabsetzung“ dieser Problematik. In den nächsten vier Jahren wird dort systematisch am Begriff der Invektivität geforscht. Dieser fasst jene emotionalen, verbalen, physischen oder symbolischen Aspekte der Kommunikation, die das Potenzial zur Diskriminierung, Verletzung oder Ausgrenzung haben, zusammen.

Es wird erwartet, dass Invektivität in immer neuen, sich verändernden Formen auftritt und sowohl destruktiv als auch produktiv auf Gesellschaften wirken kann. Klar ist schon jetzt, dass diese Dynamiken der Schmähung und Beleidigung kein neuzeitliches Phänomen sind. Um möglichst viele Erscheinungsbilder abdecken zu können, gehen die Forscher bei ihren Untersuchungen daher bis ins alte Rom (500 v.Chr.) zurück. Der interdisziplinäre Forschungsbund des Sonderforschungsbereichs umfasst 13 Projekte mit Wissenschaftlern aus den Bereichen Geschichtswissenschaften, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften, Soziologie, Politikwissenschaft und Theologie.

Strahlen (fast) ohne Nebenwirkungen

Die Überlebenschancen bei einer Krebsdiagnose stehen heute so gut wie nie zuvor. Doch die Therapien sind meist sehr belastend für den Patienten. Am Nationalen Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie „OncoRay“ arbeiten Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums, der TU und des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus daran, die Strahlentherapie für Krebspatienten zu verbessern und schonender zu gestalten. Ihnen steht dafür die einzige Protonentherapieanlage Sachsens zur Verfügung. Mit dieser Therapie können Krebszellen präziser bestrahlt werden, ohne dabei das umliegende Gewebe unnötig zu belasten.

Anders als bei einer herkömmlichen Photonentherapie durchdringt der Strahl den Patienten nicht vollständig, sondern stoppt direkt hinter dem Tumor. Speziell bei Hals- und Kopftumoren erhoffen sich die Ärzte Einsatzmöglichkeiten der Protonenbestrahlung, da diese zum Zeitpunkt der Diagnose häufig bereits zu groß zum Operieren sind und hier das Risiko für chronische Nebenwirkungen besonders hoch ist. Um festzustellen, ob ein Patient auf eine Strahlentherapie anspricht und welche Strahlendosis optimal ist, greifen die Ärzte auf Biomarker (beispielsweise Moleküle oder Gene im Blut) zurück. Ob die Protonentherapie tatsächlich mit geringeren Nebenwirkungen für den Patienten verbunden ist, wird in verschiedenen Studien getestet.

Text: Madeleine Brühl
Foto: Photocase/c7nrz2euu9ps

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