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Roboter an der TU, Antimaterie und zurück in die Zukunft

Das Gebäude der Fakultät Informatik an der TU Dresden

Worum geht’s? TU Dresden, Eurobot, Neutrinos, Informatik

Beim Finale der Eurobot könnt ihr „Kirk“ und „Scotty“ kennenlernen, Forscher der TU suchen Antimaterie in Neutrinos und beim Mobile Camp wird an der Zukunft gearbeitet.

Die Roboter kommen

Ab dem 29. April kommen Roboterfans in Dresden wieder voll auf ihre Kosten. Dann ist die TU Gastgeber des Finales der Deutschen Meisterschaft im Eurobot (Amateur-Robotikwettbewerb). Unter dem Motto „Moon Village“ treten die Roboter von sieben Studententeams gegeneinander an. Ziel ist es, als erster den Mond zu besiedeln und den Roboter allein durch künstliche Intelligenz Mondgestein analysieren und eine Mondstation errichten zu lassen.

Als einer der Favoriten gilt die Robotik AG der TU Dresden TURAG, die bereits seit elf Jahren erfolgreich teilnimmt. Schon seit dem Ende der Prüfungszeit wird hier geschraubt und programmiert, was das Zeug hält, um „Kirk“ und „Scotty“ auf ihren „Mondeinsatz“ vorzubereiten. Die besten drei Gruppen der Deutschen Meisterschaft fahren im Anschluss zur Eurobot-Weltmeisterschaft nach Frankreich. Wer Lust hat, sich das alles live anzusehen, sollte dieses Wochenende ins Hörsaalzentrum fahren. Am Samstag finden von 10 bis 16 Uhr die Trainings und Qualifikationsrunden statt, bevor es am Sonntag ab 10 Uhr im Finale ans Eingemachte geht.

Der Antimaterie auf der Spur

Gibt es mehr Materie als Antimaterie im All? Und wenn nicht, wo steckt die Antimaterie? Die Forscher des GERDA-Projektes sind auf ihrer Suche danach einen großen Schritt vorangekommen. Die beteiligten Wissenschaftler versuchen mit dem Experiment herauszufinden, ob Antimaterie in Neutrinos existiert. Sollte das der Fall sein, müsste sich ein sehr seltener radioaktiver Zerfall, der so genannte neutrinolose doppelte Beta-Zerfall, nachweisen lassen. Vor Kurzem gelang es den Forschern zum ersten Mal, die Störsignale im Experiment vollständig zu beseitigen. Das ist ein großer Erfolg, ist doch die Nachweisempfindlichkeit des Experiments entscheidend vom Umfang der Störsignale abhängig.

Beim Nachweis des Zerfalls kommt das Isotop Germanium-76 zum Einsatz, welches gleichzeitig Quelle und Detektor des Zerfalls ist. Darüber hinaus werden nur wenige zusätzliche Materialien benötigt, die Störsignale verursachen. Um das GERDA-Experiment von möglichst vielen Einflüssen abschirmen zu können, finden die Versuche in einem Untergrundlabor in Italien statt. Bis 2019 werden Messungen des Germanium-Zerfalls durchgeführt, um eine untere Grenze für die Halbwertzeit des Zerfalls ableiten zu können. Wünschen wir den Forschern eine störungsfreie Zeit!

Zurück in die Zukunft

Telefonieren ohne Handy, intelligente Kleidung, ein Auto, dass mitdenkt? Was nach Science Fiction klingt, könnte bald zum Alltag gehören. Mit Ideen wie diesen beschäftigen sich die Teilnehmer des MobileCamp am 29. und 30. April an der Informatik-Fakultät der TU Dresden (Foto). Alle Interessierten sind eingeladen, an der Tagung teilzunehmen. Neben den Hauptvorträgen und verschiedenen Workshops zum Thema Internet der Dinge und App-Entwicklung sind vor allem die Teilnehmer selbst gefragt, Inhalte mitzugestalten und sich einzubringen.

Jeder Tag beginnt mit einer Planungsphase, bei der die Teilnehmer ihre Sessions vorstellen oder auch spontan einbringen. Über den Tag finden dann die jeweils 45-minütigen Sessions statt, bei denen vorgestellt, beraten und diskutiert werden soll. Im Mittelpunkt der Veranstaltung sollen mobile Anwendungen wie Sensoren in Kleidung oder Brillen, aber auch Themen wie ConnectedCars und virtuelle Realität stehen. Unterstützt wird das Ganze von ortsansässigen IT- und Entwicklungsfirmen, mit denen ihr das ganze Wochenende ins Gespräch kommen könnt. Die Teilnahmetickets sind kostenfrei und können über die Website bestellt werden.

Text: Madeleine Brühl
Foto: TU Dresden/Pressestelle

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