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Beschleunigungslabor feiert Richtfest unter der Erde

Ankunft des Teilchenbeschleunigers im Felsenkeller-Labor von HZDR und TU-Dresden am 27.04.2017.
Ankunft des Teilchenbeschleunigers im Felsenkeller-
Labor von HZDR und TU-Dresden am 27.04.2017.

Worum geht’s? TU Dresden, Pelletron-Beschleuniger, Care4Saxony, Urban Gardening

Im ehemaligen Eiskeller der Felsenkeller-Brauerei im Süden von Dresden wird zurzeit mit Hochdruck an einem neuen Beschleunigungslabor gebaut. Der Pelletron-Beschleuniger, welcher bereits seit April in den alten Stollen steht, soll den Physikern Einblicke in das Innere von Sternen gewähren. „Der neue Beschleuniger im unterirdischen Labor wird es erlauben, Vorgänge im Innern von Sternen zu vermessen und Einblicke in die Entstehung von Elementen zu gewinnen, die sich letztendlich in uns und unserem Planeten wiederfinden.“, erklärte der Physik-Nobelpreisträger Arthur McDonald beim Richtfest am 28. Juni 2017.

Möglich werden solche sensiblen Messungen durch die Lage des Felsenkellers, bietet doch das Gestein einen guten Schutz vor der normalen Höhenstrahlung. Das Experimentallabor ist derzeit einzigartig in Deutschland und soll neben der Untersuchung von Sternen auch für die Forschung an der Entstehung schwerer Elemente genutzt werden.

Care4Saxony

Bei immer weniger Fachkräften und immer mehr älteren Menschen wird sich die Versorgungssituation besonders in den ländlichen Gebieten Sachsens in den nächsten Jahren drastisch verändern. Zum 1. Juli 2017 startete das interdisziplinäre Forschungsprojekt „Care4Saxony“ mit Nachwuchswissenschaftlern aus den Bereichen Informatik, Medizin und Wirtschaftswissenschaften.

Mit einer Fördersumme von etwa 1 Million Euro soll in den nächsten drei Jahren untersucht werden, wie die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien die Versorgung, insbesondere im medizinischen und pflegerischen Bereich, verbessern kann. Neben der Entwicklung innovativer Versorgungsmodelle sollen die Forscher Nachweise zu Inanspruchnahme, Wirksamkeit und Qualität der Technologien liefern. Die Eröffnungsveranstaltung findet am 14. Juli 2017 um 14 Uhr im Festsaal der Fakultät Wirtschaftswissenschaften im Hülsse-Bau statt.

Urban Gardening mal anders

Stadtgärten sind eine tolle Sache, um auch in Ballungsgebieten an lokale frische Produkte zu kommen. Prof. Dr. agr. Fritz-Gerald Schröder und sein Team von der HTW forschen an einer praktischen Lösung für den städtischen Gemüseanbau. In dem Projekt „Brick Born Farming – Indoor food production in urban areas” arbeiten die Wissenschaftler in internationaler Kooperation an einer Möglichkeit, Nutzpflanzen in Gebäuden anzubauen.

Diese Anbauform hätte mehrere Vorteile, unter anderem im Vergleich zum klassischen Feldanbau einen deutlich geringeren Einsatz von Düngemitteln. Des Weiteren könnten durch einen geschlossenen Wasserkreislauf 90% des genutzten Wassers zurückgewonnen werden. Auch die durch den Anbau in der Stadt überflüssigen Transportkosten sind nicht zu verachten. Bis es jedoch tatsächlich soweit ist, dass wir unser Gemüse im Nachbarhaus ernten können, dauert es noch eine ganze Weile. Das Forschungsprojekt läuft bis 2026 und bis dahin haben die Forscher auch noch einige Fragen zu klären. Das größte Problem stellt nach wie vor der hohe Energiebedarf der Testgebäude dar. Außerdem sind diese technologisch sehr komplex, was die Umsetzung zusätzlich erschwert. Und schließlich ist auch die wichtigste Frage noch nicht beantwortet: Ist dieses Gemüse dann auch gesund?

 

Text: Madeleine Brühl
Photo: Oliver Killig

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