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Nobelpreisträger: Biochemiker Paul Modrich an der TU

Biochemiker und Nobelpreisträger Paul Modrich
Biochemiker und Nobelpreisträger Paul Modrich

Worum geht’s? TU Dresden, King’s College, Paul Modrich, Alkohol, Hackerangriff

An der TU Dresden ist Nobelpreisträger Paul Modrich (Foto) zu Gast. Außerdem reist die TU Dresden mit einer Wissenschaftsausstellung nach London. Und es geht um Alkohol, Partys und Hackerangriffe.

London calling … Dresden

Manch einer kennt sie schon vom Dresdner Neumarkt, jetzt ist die „Dresden-concept“-Wissenschaftsausstellung zu Gast am britischen King’s College in London. Die beiden Universitäten wollen die Veranstaltung nutzen, um ihre Kooperation zu verstärken und die Zusammenarbeit mit britischen Wissenschaftlern auszubauen. Vorgestellt werden möglichst allgemeinverständlich ausgewählte Forschungsprojekte der TU Dresden aus den Bereichen Biomedizin und Bioengineering, Informationstechnologien und Mikroelektronik, Material und Strukturen sowie Kultur und gesellschaftlicher Wandel. Bis zum 26. Mai findet die Ausstellung begleitet von wissenschaftlichen Veranstaltungen und Vorträgen auf dem Guy’s Campus statt. Vortragsthemen sind beispielsweise Diabetes, Carbonbeton oder taktiles Internet. Die gesamte Ausstellung ist kostenfrei, zu den Vorträgen solltet ihr euch jedoch anmelden.

Nobelpreisträger zu Gast

Die Vortragsreihe „Nobelpreisträger zu Gast an der TU Dresden“ geht in eine neue Runde. Am 16. Mai 2017 ist der Nobelpreisträger Paul Modrich (Foto) zu Gast an der TU. Der Biochemiker beschäftigte sich in der Grundlagenforschung mit den Reparaturmechanismen der DNA und schaffte es, das sogenannte Fehlerpaarungs-Reparatursystem zu dekodieren. Dieses ist in der Lage, bei der DNA-Verdoppelung entstandene Fehler zu identifizieren und anschließend auszubessern. Weiterhin konnte der Amerikaner beweisen, dass eine Fehlfunktion dieses Reparaturmechanismus die häufigste Ursache für einige Erbkrankheiten (z.B. erblich bedingter Darmkrebs) darstellt. 2015 erhielt er für seinen Beitrag zur Entwicklung neuer Krebstherapien den Nobelpreis. Am Dienstag um 19 Uhr spricht Paul Modrich in seinem Vortrag „Mechanisms in DNA mismatch repair“ über seine Arbeit. Zur Anmeldung geht es hier.

In Vino Veritas?

Alkohol darf auf keiner Party fehlen, wo bleibt denn da die Stimmung? Im letzten Jahr gab es mehr als 1400 Brauereien in Deutschland – so viele wie seit Jahrzehnten nicht. Alkoholkonsum wird in unserer Gesellschaft als etwas völlig Normales wahrgenommen. Auch unter Studenten wird selten darüber nachgedacht, was oder wie viel letzten Abend getrunken wurde. Dieser Frage geht jetzt jedoch ein Forscherteam der TU auf den Grund. Die Psychologen wollen herausfinden, wie gut sich die Teilnehmer mit alkoholischen Getränken auskennen und wie häufig diese konsumiert werden. In der Studie wird neben persönlichem Hintergrund (natürlich anonymisiert) auch nach den individuellen Vorerfahrungen mit Alkohol gefragt. Wer teilnehmen möchte, kann das hier tun. Und neben ein bisschen Selbsterkenntnis gibt es natürlich auch etwas zu gewinnen.

Psst … geheim!

Nach dem jüngsten Hackerangriff vor ein paar Tagen ist das Thema Rechnersicherheit aktuell wieder groß im Gespräch. Einer Forschergruppe der Fakultät Informatik der TU Dresden um Professor Hermann Härtig gelang es jetzt, die Zulassung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik für ihr SDoT Security Gateway zu erhalten. Erstmals wurde damit einem Security-Gateway (ein Gerät, welches einen sicheren Netzübergang zwischen kritischen und unkritischen Netzwerken ermöglicht) die Vollzulassung „Geheim“ erteilt. Dieses Zertifikat ist wichtig für den Einsatz in staatlichen Einrichtungen und stellt die zweithöchste Sicherheitsstufe dar. Das SDoT Security Gateway basiert auf dem Microkernel-Betriebssystem L4Re, welches die Isolation von sicherheitskritischen Systemteilen ermöglicht und somit das übrige System schützt. Interessant sind solche Sicherheitssysteme nicht nur für öffentliche Einrichtungen, sondern auch in den Forschungsbereichen „Industrie 4.0“ oder „Mobilfunk 5G“.

Text: Madeleine Brühl
Foto: Bengt Nymann/CC-Lizenz

Jetzt seid ihr dran. Kennt ihr spannende Forschungsprojekte? Über welche Wissenschaftsbereiche sollen wir berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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