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Nie mehr Orange-Unfälle: TU entwickelt neue Haarfarben

Ein Professor der TU Dresden entwickelt intelligente Haarfarben
Daran dürfte auch Donald Trump interessiert sein: Haarfarben, die nicht mehr orange werden

Worum geht’s? TU Dresden, HTW Dresden, Farbstoffsammlung, Klimawandel

Häuser gegen Hitze, eisabweisende Beschichtungen für Windräder und nie mehr Haarfärbe-Unfälle: Dresden ist bekannt für Innovationen. Daran wird zurzeit gefortscht.

Sommer in der Stadt

Es ist noch nicht so lange her, da hielten uns nur die Vorlesungen und Klausuren in der Stadt, obwohl wir selbst es vor Hitze kaum noch ausgehalten haben. Diese Szenarien werden dank des Klimawandels auch in Zukunft nicht weniger, aber vielleicht erträglicher. Ein interdisziplinärer Forschungsverbund der HTW nahm Anfang des Monats die Arbeit am Projekt „HeatResilientCity“ auf. Unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Jens Bolsius wird in den nächsten Jahren das Klima in Stadtteilen und Gebäuden untersucht. Mit dem Ziel, geeignete Anpassungsmaßnahmen zur Reduzierung der thermischen Belastung in Gebäuden und städtischen Freiräumen zu entwickeln, wird in Beispielbezirken in Dresden und Erfurt geforscht. Als geeignete Maßnahmen gelten die baukonstruktive und haustechnische Anpassung hitzesensitiver Gebäude.

Das wird mir zu bunt!

Prof. Dr. Horst Hartmann, verantwortlich für die Farbstoffsammlung der TU Dresden, wird 80. Doch statt seinen Ruhestand zu genießen, entwickelte er über die letzten 15 Jahre eine neue Haarfärbetechnologie für das japanische Unternehmen Kao. Zusammen mit seinem Team untersuchte Prof. Hartmann über 1000 synthetische Farbmoleküle und schuf eine ganze Palette an Farbnuancen. Anders als bei herkömmlichen Haarfarben werden bei dieser sogenannten HD³-Technologie die Farbstoffe nicht erst auf dem Haar gebildet, sondern schon genau definiert auf das Haar aufgebracht. Falsche Blondinen müssen nun also keine Angst mehr vor versehentlichen Orange-Unfällen haben! Das dürfte auch US-Präsident Donald Trump (Foto) freuen. Die Markteinführung der Coloration ist für 2018 geplant. Wer darüber hinaus ein Interesse an der Entwicklung von Farbstoffen hat, dem sei ein Besuch der Farbstoffsammlung empfohlen.

Eiskalt abgewiesen

So sehr wir es uns im Sommer wünschen, so lästig und ärgerlich ist es im Winter: Eis. Besonders problematisch ist es beispielsweise auf Straßen, Flughäfen – oder aber auf den Rotorblättern von Windrädern. Um das zu verhindern, haben Wissenschaftler der TU Dresden im Projekt EISAB eine eisabweisende polymere Beschichtung entwickelt, die sie vom 14. bis 17. November 2017 auf der schwedischen Messe ELMIA vorstellen. Die Forscher entwickelten ein Polymer, welches mittels eines elektrischen Effekts die Eisbildung verringert. Durch die Kombination mehrerer Prinzipien (unter anderem der „Tausalzeffekt“) soll eine völlig neue Anti-Eis-Beschichtung hergestellt werden. Bei der größten Technologiemesse Skandinaviens werden auf einer Sonderausstellungsfläche mehr als 70 neue Werkstoffe, intelligente Materialien und energetische Lösungen vorgestellt.

Text: Madeleine Brühl
Foto: Michael Vadon/CC-Lizenz, Bearbeitung: CAZ

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