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Mit dem Springseil auf der Sonne?

TU Dresden Helmholtz Zentrum Rossendorf U_CODE-Projekt
Können wir bald dank der Forschung am Helmholtz-zentrum die Sonnenaktivitäten besser verstehen?

Worum geht’s? TU Dresden, Helmholtz-Zentrum, Silicon Saxony, U_CODE-Projekt

Die Sonne besser verstehen oder die eigene Stadt mitgestalten? Projekte an der TU Dresden und am Helmholtz-Zentrum machen das vielleicht bald möglich.

Ich bau ‘ne Stadt für dich

Stell dir vor, du musst in Zukunft nicht mehr zusehen, wie sich deine Stadt entwickelt, sondern du kannst mitgestalten. Klingt gut? Das U_CODE-Projekt (Urban Collective Design Environment) der TU Dresden bietet virtuelle Planungsräume und -tools, damit die Menschen sich mit ihren Ideen zur Stadtgestaltung einbringen und an deren Umsetzung beteiligen können.

Das Projekt erhielt nach der Präsentation der Zwischenergebnisse vor der EU-Kommission aus dem Horizont2020-Förderprogramm 3,6 Mio. Euro Unterstützung. Durch U_CODE sollen Proteste wie bei Stuttgart21 vermieden werden, indem die Anwohner bereits ab einem sehr frühen Zeitpunkt in die Planung involviert werden. Neben namhaften Partnern wie Oracle und ANSYS beteiligen sich auch das Silicon-Saxony-Netzwerk und das Stadtplanungsamt Dresden an dem TU-Projekt.

Vorsicht, Turbulenzen!

Gemeint sind hier nicht die lästigen Begleiter auf Urlaubsflügen, sondern Strömungen in heißen Flüssigkeiten. Genauer gesagt bewegen sich die Zirkulationen ähnlich wie Springseile, was dabei helfen könnte, Beobachtungen auf der Sonnenoberfläche besser zu verstehen. Entdeckt wurde dieses Phänomen von Dr. Tobias Vogt vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) in Zusammenarbeit mit Kollegen von der University of California bei Experimenten mit flüssigem Gallium.

Wird das Metall an der Unterseite stärker erwärmt als oben, steigt warme Flüssigkeit nach oben und erzeugt thermische Turbulenzen. Diese können sich sogar zu übergeordneten Strukturen zusammenschließen. „Bislang ging die Fachwelt davon aus, dass es sich bei diesen großskaligen Zirkulationen mehr oder weniger um zweidimensionale Strukturen handelt“, erklärt Tobias Vogt vom HZDR-Institut für Fluiddynamik. „Unser Experiment stellt diese Vorstellung nun jedoch in Frage.“ Welche Auswirkungen das auf unser Verständnis von Sonnenaktivitäten hat, steht in den Sternen.

Text: Madeleine Brühl
Foto: Gellinger/Pixabay

Jetzt seid ihr dran. Kennt ihr spannende Forschungsprojekte? Über welche Wissenschaftsbereiche sollen wir berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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