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Lehrermangel? Roboter unterrichtet am Gymnasium

Nao ist ein Humanoider Roboter
Der Lehrer der Zukunft? Nao bringt Kindern das Programmieren bei

Worum geht’s? TU Dresden, HTW Dresden, Nao, Burnout, Mondsee

Humanoide Roboter, Stress bis in die Haarspitzen und U-Boote in einem Bergsee – Dresdner Wissenschaftler haben wieder spannende Entdeckungen und geniale Erfindungen gemacht.

„Hallo, ich bin Nao!“

Er ist klein, blau-weiß und erinnert ein bisschen an Science-Fiction-Filme: Nao. Der humanoide Roboter soll Kindern des Schülerrechenzentrums (SRZ) der TU dabei helfen, das Programmieren und die Grundlagen der Softwareentwicklung zu lernen. Am 8. November 2017 wurde der von der Fakultät Informatik bereitgestellte Roboter offiziell an das SRZ im Gymnasium Bürgerwiese übergeben. Nao besitzt eine einfache Programmierplattform und bietet den Kindern eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Programmierung. Er kann sprechen, laufen und steht sogar wieder auf, nachdem er umgefallen ist. An der Informatikfakultät nutzten die Wissenschaftler den Roboter zuvor für die Grundlagenforschung im Bereich cyber-physikalische Systeme.

Das ist ja haarsträubend!

Burnout gehört zu den Dingen, von denen jeder zwar schon gehört hat, mit denen sich jedoch niemand so richtig auseinandersetzen will. Marlene Penz und ihr Forscherteam von der Professur für Biopsychologie der TU Dresden konnten jetzt in einer Studie zum ersten Mal den Zusammenhang zwischen Burnout-Symptomen und erhöhten Kortisol- und Kortisonwerten in den Haaren nachweisen. Die Auswertung von 314 Haarproben ergab, dass sich die Stresshormone bei Menschen mit Symptomen wie emotionaler Erschöpfung und verringerter Leistungsfähigkeit signifikant in den Haaren anreichern. Aus diesem Grund ist es möglich, den Kortisol-Gehalt als Biomaker zu verwenden. Den Artikel könnt ihr in voller Länge im Fachjournal Psychoneuroendocrinology nachlesen.

Neue alte Ordnung?!

Der Mensch als Gewohnheitstier bevorzugt den Status Quo. Wird dieser Zustand gestört und gerät aus dem Gleichgewicht, sehnen sich die Menschen nach Ordnung. Doch wie sollte eine neue Ordnung aussehen, die die globalisierte Welt überschaubar und stabil macht? Welche Vorstellungen von Organisationsformen kommen dabei zum Vorschein? Diesen und weiteren Fragen widmet sich vom 16. bis 18. November 2017 die Tagung „New Order. Zur Kippfigur Störung/Ordnung“ der Forschergruppe „The Principle of Disruption“ der TU. Dazu finden im Festsaal des Hülsse-Baus verschiedene Fachvorträge statt, die den Wechsel von Ordnung und Störung interdisziplinär beleuchten.

Das U-Boot im Mondsee

Das Archaeonautic-Team vom Forschungsinstitut für Intelligente Interaktive Technische Systeme (FIITS) der HTW Dresden schickte kürzlich ein Miniatur-U-Boot auf Entdeckungsreise. Um in Echtzeit ein 3D-Modell der Pfahlbauten im österreichischen Mondsee erstellen zu können, ließen Prof. Marco Block-Berlitz und sein Team das halbautonome U-Boot „Manio“ zu Wasser. Die Pfahlbauten gehören seit 2011 zum UNESCO-Weltkulturerbe und sind die Überreste einer prähistorischen Siedlung. Von dem Einsatz des U-Bootes erhoffen sich die Forscher eine Technik entwickeln zu können, welche einen sicheren und effizienten Schutz des Denkmals ermöglicht. Die gesammelten Erkenntnisse wurden am 8. November 2017 auf der Konferenz „Cultural Heritage and New Technologie“ (CHNT) vorgestellt.

Text: Madeleine Brühl
Foto: Yves Tennevin/CC-Lizenz

Jetzt seid ihr dran. Kennt ihr spannende Forschungsprojekte? Über welche Wissenschaftsbereiche sollen wir berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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