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Gesundes Körpergefühl statt Barbie-Beine

Von der Diät zur Essstörung
Sei kein Frosch! Ein gutes Körpergefühl bekommst du zum Beispiel durch Sport statt Hungerkuren

Worum geht’s? TU Dresden, Essstörung, Erzgebirge, bedrohte Arten

Neues Jahr, neue Aufgaben! Es tut sich wieder was in der Dresdner Forschungslandschaft. Aktuell geht es zum Beispiel um zweifelhafte Diäten und bedrohte Tiere und Pflanzen.

Von Barbies und Hungerhaken

„Ab morgen mache ich Diät!“ So lautet der Neujahrsvorsatz vieler junger Mädchen. Doch häufig übersehen sie dabei etwas: Sie sind schon dünn. Egal ob auf Werbeplakaten oder in Fernsehserien, von überall grinst uns das gesellschaftliche Ideal vom perfekten Körper frech entgegen. Viele vergessen oder verdrängen dabei jedoch, dass die abgebildeten Personen ihr Aussehen in der Regel Photoshop verdanken.

Das Online-Programm „everyBody“ der TU Dresden soll Frauen dabei helfen, wieder ein gesundes Körpergefühl zu entwickeln. Für die zweite Hälfte der Studie gibt es noch freie Plätze, die Teilnahme ist kostenlos. Die Nutzerinnen sollen lernen, mit gesellschaftlichen Schönheitsidealen und Kritik am eigenen Aussehen besser umzugehen. „Wir haben bisher viele positive Rückmeldungen von Teilnehmerinnen bekommen. Es ist inspirierend zu hören, wie das Programm hilft, eine bessere Beziehung zum Körper aufzubauen“, erklärt Studienkoordinatorin Barbara Nacke von der Dresdner Professur für Klinische Psychologie und E-Mental-Health.

Wer mitmachen möchte, füllt zuerst einen Fragebogen aus, um anschließend ein individuelles Programm über vier bis zwölf Wochen zu erhalten. In dieser Zeit bekommen die Teilnehmerinnen Material zu den Themen Körperbild, Selbstwert, Schönheitsideal, Sport und Ernährung. Die Anmeldung sowie weitere Informationen zu „everyBody“ gibt es hier.

Mensch, zieh ins Erzgebirge!

Viele Tierarten sind weltweit vom Aussterben bedroht, die Ursache dafür ist häufig der Mensch. Doch es geht auch anders: Wissenschaftler der TU Dresden und der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität Ústí nad Labem plädieren für eine zukünftige wirtschaftliche Nutzung des Erzgebirges für Bergbau und Landwirtschaft – zum Schutz von Tieren und Pflanzen!

Was paradox klingt, beruht auf den jahrhundertelangen Bergbau- und Landwirtschaftstraditionen. In dieser Zeit haben sich viele Arten an die sich verändernden Bedingungen angepasst. Bis heute sind die Steinwälle, die früher Äcker und Flure begrenzten, das Zuhause vieler seltener Tiere und Pflanzen. Doch ohne den Menschen könnte es damit bald vorbei sein. „Den Flächen täte es gut, wenn wir die Menschen im Umland wieder in ihre Nutzung integrieren könnten“, erzählt Dr. Frank Müller vom Institut für Botanik an der TU Dresden.

In dem Anfang Januar gestarteten Projekt werden deutsche und tschechische Forscher gemeinsam biotische Daten für ein etwa 300 Hektar großes Gebiet sammeln. Daneben soll auch die Bevölkerung im Erzgebirge durch Exkursionen und Informationsveranstaltungen in das Projekt involviert werden. Die Erforschung der Biotoptypen und ihrer Pflanzenarten ist Teil des europäischen Kooperationsprogramms Freistaat Sachsen – Tschechische Republik 2014 – 2020.

Text: Madeleine Brühl
Foto: Pixabay/CC-Lizenz

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