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Gegen Langeweile – besser lernen in der Unischule

TU Dresden eröffnet Universitätsschule im Sommer
An der Unischule der TU Dresden sollen Kinder künftig mehr Spaß beim Lernen haben.

Worum geht’s? TU Dresden, HTW Dresden, Universitätsschule, Hochwasser

An der Unischule der TU Dresden sollen ab August die ersten Schüler lernen. Langweilig wie an manch anderen Schulen soll es ihnen dabei nicht werden.

Verstaubt war gestern

Viele von uns mussten sich in der Schule vermutlich mit unkooperativen Lehrern und Lehransätzen, die gefühlt aus der Steinzeit stammten, herumärgern. Dank der TU Dresden blüht dieses Schicksal nicht mehr allen Kindern. Im Sommer eröffnet die Universitätsschule der TU Dresden auf der Cämmerswalder Straße in Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden. An dieser Schule soll Grundschulkindern mittels innovativer Lehr- und Lernformen und mit Unterstützung aus der Wissenschaft der Unterrichtsstoff vermittelt werden. Später ist auch noch eine Oberschule geplant.

Projektleiterin Prof. Anke Langner äußert sich positiv zum Schuljahresbeginn: „Die guten Anmeldezahlen ermöglichen uns einen optimalen Start und bieten gute Voraussetzungen für die wissenschaftliche Begleitforschung.“ Aktuell gibt es 199 Anmeldungen für das Schuljahr 2019/20 an der Universitätsschule. Konzipiert ist das Projekt als Schulversuch, bei dem viel Wert auf individuelles Lernen ebenso wie kooperative Lernformen und die freie Entfaltung des Einzelnen in der Gesellschaft gelegt wird. Gelingt der Versuch, gehören mürrische Lehrer und verstaubte Lehrpläne hoffentlich bald der Vergangenheit an.

Eine Katastrophe in Zahlen

Viele Dresdner können sich vermutlich noch lebhaft an das letzte große Hochwasser erinnern. Ist das Wasser weg, bleibt die Frage, wie hoch die Schäden sind. Um diese Frage künftig einfacher beantworten zu können, startet jetzt an der HTW Dresden ein neues Forschungsprojekt. Unter dem Titel „Innovative Vulnerabilitäts- und Risikobewertung urbaner Räume gegenüber Überflutungsereignissen“, kurz INNOVARU, soll ein Hochwasserschadensinformationsmodell entstehen.

In dem Kooperationsprojekt mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und der Bauhaus-Universität Weimar sollen Gebäudeschäden bei hohem Wasseraufkommen und zugehöriger Fließgeschwindigkeit prognostiziert werden. Durch ein halbautomatisiertes Verfahren wird zudem der gefährdete Gebäudebestand gesichtet, um bereits vor einem Hochwasser die entstehenden Kosten zu ermitteln.

Ein Pilotprojekt dieser Methode zur Risikobewertung ist in Freital, Grimma und Pirna vorgesehen. „Wir müssen uns in Sachsen – aber auch bundesweit – immer wieder den Risiken von Hochwasser stellen. Im entsprechenden Risikomanagement sollte daher auf möglichst wissenschaftsfundierte und objektive Kriterien zurückgegriffen werden“, äußert sich der Prorektor für Forschung und Entwicklung der HTW, Professor Knut Schmidtke, zu dem Projekt.

Text: Madeleine Brühl
Foto: AdobeStock/makis7

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