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Für knackiges Gemüse: HTW forscht zu Nährstoffen

HTW entwickelt neues Nährstoffmanagementsystem
Damit Bio-Gemüse in Zukunft noch knackiger wird, entwickelt die HTW Dresden ein webbasiertes System zum Nährstoffmanagement.

Worum geht’s? HTW Dresden, TU Dresden, Wissenschaft, Nährstoffmanagement, Safran, New Phytologist

Weg mit dem Kunstdünger! Die HTW entwickelt ein digitales System, das Nährstoffe und Ressourcen zunächst analysiert, um sie anschließend optimal einsetzen zu können.

Bio zukünftig auch digital

In der ökologischen Landwirtschaft soll nach Möglichkeit alles ganz natürlich ablaufen. Die Pflanzen sollen ohne die Verwendung von Kunstdüngern angebaut und dabei trotzdem optimal mit Nährstoffen versorgt werden. In diesem Punkt wird zukünftig nichts mehr dem Zufall überlassen.

In dem neuen Forschungsprojekt „Web Man“ an der HTW Dresden wollen die Wissenschaftler zusammen mit Kollegen der TU München, dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, dem Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf ein webbasiertes Nährstoffmanagementsystem entwickeln. Ziel ist es, einen möglichst geschlossenen Nährstoffkreislauf zu erreichen, um die eingesetzten Ressourcen voll ausnutzen zu können.

Nach der Bedarfsermittlung folgt die Analyse inner- und überbetrieblicher Kreisläufe. „Das entwickelte System ist mit bereits bestehenden Komponenten vernetzt, um dem Öko-Landwirt ein kompaktes Werkzeug der Planung und Steuerung des Nährstoffmanagements im Betrieb anzubieten“, beschreibt Projektleiter Knut Schmidtke, Professor für Ökologischen Landbau an der HTW, das Projekt. So können unsere Karotten dann (fast) selbstständig ihre Bedürfnisse mitteilen.

Gelungener Vaterschaftstest

Safran ist das mit Abstand teuerste Gewürz der Welt. Neben dem aufwendigen Ernteprozess ist ein weiterer Grund vermutlich, dass Neuzüchtungen nicht möglich sind, da die Elternarten des heutigen Safran-Krokusses unbekannt sind – bis jetzt.

Forscher der TU Dresden lösten das Rätsel, indem sie die griechische Wildkrokusart Crocus cartwrightianus als Elternart identifizierten. Der wissenschaftliche Artikel von Thomas Schmidt, Professor für Zell- und Molekularbiologie der Pflanzen am Institut für Botanik, und seinem Forschungsteam liefert sogar das Titelbild für die Mai-Ausgabe der Zeitschrift „New Phytologist“.

Um dem Ursprungskrokus auf die Spur zu kommen, nutzten die Forscher molekulare und cytogenetische (Untersuchungen mit dem Lichtmikroskop) Verfahren und sequenzierten das Genom der Pflanze. Die Dechiffrierung der Safran-Herkunft bietet langfristig die Möglichkeit, Neuzüchtungen des Safran-Krokusses zu schaffen, die beispielsweise widerstandsfähiger gegen Krankheiten sind. Am Preis des Gewürzes dürfte aber wohl auch die geklärte Herkunft nur wenig ändern.

Text: Madeleine Brühl
Foto: Pixabay/klimkin

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