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Ultimate Frisbee: Das wird kein Kinderspiel

Worum geht's? TU Dresden, Unisport, USZ, Frisbee, Anfängerkurs

Der CAZ-Sporttest geht in eine neue Runde. Diesmal hat unser Redakteur und selbst ernannter Sport-Theoretiker Florian Mentele beim Ultimate Frisbee die Scheiben fliegen lassen.

Ultimate Frisbee. Mein erster Gedanke bei der Entdeckung dieser ungewöhnlich klingenden Sportart war: Was kann an Frisbeespielen „ultimate“ sein? Wie viele andere hatte ich vielleicht mal als Kind ein Frisbee in der Hand oder kenne das scheibenförmige Spielgerät aus amerikanischen Filmen, meist im Zusammenhang mit Hunden. Als begeisterter Sportfan bin ich aber erst mal für alles offen, auch wenn meine eigene Fitness in den letzten Jahren ziemlich darunter litt, dass ich lieber anderen bei körperlicher Betätigung zusehe.

Die freundliche Kursleiterin Sarah Vogel – früher selbst Chemie-Studentin an der TU – erklärt mir erst mal grob die Spielregeln und führt mir einige Wurftechniken vor. Nach meinen ersten eigenen Versuchen folgt gleich die niederschmetternde Erkenntnis: Nicht so einfach, wie es aussieht. Beim Blick auf die anderen Kursteilnehmer ereilt mich der gleiche Gedanke, den ich bei meiner letzten Spanischstunde hatte: „Für einen Anfängerkurs können die das aber alle gut.“ Aber das ist wohl immer die Gefahr, wenn man gegen Ende des Semesters einsteigt.

Im Ultimate Frisbee geht es darum, dass zwei Teams gegeneinander spielen mit dem Ziel, die Scheibe in der gegnerischen Endzone zu fangen, ähnlich wie im American Football. Der Spieler mit dem Frisbee in der Hand darf sich dabei nicht bewegen, allerdings auch nicht berührt werden. Hört sich einfach an, steckt aber viel Taktik dahinter. Immerhin gibt es auch Ultimate­Frisbee-Vereine sowie Europa- und Weltmeisterschaften. Deshalb folgt nach dem ersten Aufwärmen auch die Taktiktafel, um ein paar Dinge in der Theorie zu klären (Foto). Ich verstehe ungefähr so viel wie in der besagten Spanischstunde, höre jedoch gespannt zu.

Dann geht’s wieder aufs Feld. Nach ein paar Spielformen meine zweite Erkenntnis: Sehr viel Lauferei. Nichts für Ausdauermuffel. Luft. Ich brauche Luft. Erst mal ein paar Fotos schießen. Aber – und das ist wohl das Wichtigste – es macht Spaß. Für jeden, der auf Teamsportarten steht, bei denen man sich mal so richtig auspowern kann, eine klare Empfehlung. Und mit ein bisschen Übung wäre sicher auch ich zum Virtuosen mit dem Frisbee geworden.

Flirtfaktor 2/10: Großer Männerüberschuss zu meiner Überraschung. Also ändert das, Ladies!

Spaßfaktor 9/10: Wem es nichts ausmacht, den Ball mal gegen eine Scheibe zu tauschen, der ist hier richtig. Ehrlicher, sportlicher Wettkampf in Teamform für jeden, der etwas Neues ausprobieren will.

Schweißfaktor 10/10: Ich schwitze jetzt noch.

Lust auf Unisport?

Text und Foto: Florian Mentele

Jetzt seid ihr dran: Welche Sportart soll CAZ testen? Über welche Sportveranstaltung sollen wir berichten? Oder übt ihr selbst eine Sportart aus, die ihr uns vorstellen wollt? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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