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Tischfußball: Von Null auf Hundert in einem Jahr

Tischfußball beim 1. TFV Dresden
Mit vier Händen auf Torejagd: Zwei Leute bilden ein Kickerteam.

Worum geht's? Dresden, TU Dresden, Tischfußball, Kickern, Neustadt

Die Jungs und Mädels des 1. Tischfußballvereins Dresden haben ein Jahr nach ihrer Vereinsgründung die Mitteldeutsche Meisterschaft im Drehstangentischfußball gewonnen.

Wenn ein Kneipensport erstmal als Wettkampfsport anerkannt wird, ist der Weg zu einer ProSieben-Promi-Nacht mit Namen wie „Fireshooter“ oder „Razer Blazer“ nicht mehr weit. „So ist das Kickern auch noch nicht ganz als Sportart angekommen und wird gerne mal belächelt“, sagt Matthias Walter, der Vorstandsvorsitzende des ersten Tischfußballvereins Dresdens. Dennoch hat der ehemalige BWL-Student sich in diesen Sport verliebt und glaubt, dass die Popularität, wie sie das Dartspiel erlangt hat, auch dem Kickern bevorsteht.

Vor einem Jahr hat er sich daher mit seinen wöchentlichen Kneipen-Kicker-Kumpanen zusammengeschlossen und den TFV Dresden als richtigen Verein eintragen lassen. Bis zur nächsten Wahl ist er so demokratisch zum Vorstandsvorsitzenden geworden. „Da wir noch so ein junger Verein sind, sind wir bislang 17 eingetragene Mitglieder. Dabei trifft man auf einige Gleichgesinnte, wenn man sich abends an die Kickertische in Katy’s Garage, der Groove Station oder im Rosis stellt.“ Für die Kicker vom TFV bedeutet ihr Verein jedoch auch eine Menge Geduld und ausreichend Zeit.

Kassenwart Thomas Wagner promoviert gerade in den Erziehungswissenschaften und arbeitet nebenher an der TU: „In den neuen Bundesländern gibt es bislang noch weniger Ligen, weshalb wir jetzt schon in die Regionalliga aufsteigen konnten. Der Mitteldeutsche Verband trägt dann an vier zentralen Wochenenden im Jahr Turniere aus. Wir spielen so gegen Städte wie Jena, Görlitz oder Leipzig.“ Gekickert wird meist im Doppel und jedes Spiel dauert gerade mal fünf Minuten. Trotz der strengen Regeln (denn „Kurbeln“ scheint ein hitziges Thema zu sein), wurde der Antrag des TFV, als Unisport eingetragen zu werden, bislang abgelehnt.

Matthias sagt: „Noch sind die Männer im Überhang, aber das Gute am Kickern ist auch, dass es nicht von irgendwelchen Geschlechterrollen stigmatisiert ist.“ Vor allem Studenten finden die Zeit, um mit dem TFV zu kickern und an Wochenenden auf Turniere zu fahren. Angeboten werden eigentlich jede Woche welche, jeden ersten Donnerstag im Monat richtet auch der TFV Dresden eins aus. Eingeladen sind vor allem auch Neulinge, die sich gerne mal ausprobieren wollen. Trainiert wird dann zweimal die Woche, entweder im Vereinsraum am Bahnhof Mitte oder in den Kneipen der Neustadt.

Text: Lotta-Clara Löwener
Foto: PR

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