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Silat: Rolle rückwärts beim Weißen Kranich

Mit Silat spart man sich das Fitnessstudio
Mit Silat spart man sich das Fitnessstudio

Worum geht's? TU Dresden, Unisport, USZ, Silat, Kampfkunst

In diesem Teil des CAZ-Sporttest geht es um die indonesische Kampfkunst Silat. Dazu hat sich unser Redakteur Florian Mentele in die Höhle des Weißen Kranichs begeben.

Ich muss gestehen, dass ich im Vorfeld meines Sporttests das erste Mal überhaupt etwas von Silat gehört habe. Wenn der Laie, wie ich einer bin, an fernöstliche Kampfkünste denkt, tauchen sofort Bilder von Bruce Lee oder Jackie Chan vor dem geistigen Auge auf – und somit erste Zweifel, ob ich den unmöglichen Bewegungen denn gewachsen bin.

Das Erste, was mir auffällt: Ich bin underdressed. Der Großteil der Gruppe ist in weiße Kampfanzüge gekleidet, allerdings erspähe ich auch ein paar buntere Erscheinungen wie mich. Es handelt sich um einen Mischkurs aus Anfängern und Fortgeschrittenen. Die Gruppe um Kursleiterin Saskia Pöthig empfängt mich jedoch von Beginn an mit offenen Armen.

Das Training startet mit ein paar Begrüßungsformeln, die gemeinsam aufgesagt werden und in denen um Respekt und Höflichkeit gebeten wird. Zur Aufwärmung laufen wir etwas, danach stehen Dehn- und Fitnessübungen im Sitzkreis auf dem Programm. Und hier ist es dann auch so weit: Ich merke schnell, dass ich so beweglich bin wie ein Stück Holz. Das soll sich allerdings ganz fix ändern, wenn man ein paar Mal vorbeischaut, wird mir von anderen Kursteilnehmern versichert.

Silat ist eine sehr vielfältige Kampfkunst, in der es um mehr geht als bloße Selbstverteidigung. Es gibt verschiedene Disziplinen, die aus einzelnen kurzen oder langen Bewegungen bestehen oder auch mit Waffen ausgeführt werden. Besonders stehen jedoch das Gruppengefühl und das Ausleben bestimmter Tugenden im Vordergrund. Dies fällt mir auch in meinem Kurs auf, der zum Verein Weißer Kranich Deutschland e. V. gehört. Weiterhin bietet sich Silat als Alternative zum Fitnessstudio an. Wer nicht gern in sterilen Räumen und mit Kopfhörern trainiert, hat hier die Möglichkeit, in der Gruppe seinen Körper und dessen Grenzen auszutesten.

Meine Trainingsstunde geht weiter mit einer Paarübung und dann meinem großen Feind: der Rolle rückwärts aus liegender Position. Da geht bei mir nix. Ist aber nicht schlimm, die anderen Anfänger haben zumindest auch Probleme und jeder macht das, was er kann. Zum Abschluss gibt es immer Tee für den ganzen Kurs und es ist Zeit zum Quatschen. Sollte ich in naher Zukunft überfallen werden, würde ich zwar immer noch wegrennen, aber das hat wirklich Spaß gemacht!

Flirtfaktor 9/10: Nennen wir es mal eher Gesellschaftsfaktor. Das Gruppengefühl steht im Vordergrund und man kann super neue Leute kennenlernen.

Spaßfaktor 8/10: Eindeutig spaßiger, als irgendwo zwei Stunden für sich allein zu trainieren.

Schweißfaktor 8/10: Man braucht nicht die große Ausdauer, kommt aber dennoch enorm ins Schwitzen.

Lust auf Unisport?

Text und Foto: Florian Mentele

Jetzt seid ihr dran: Welche Sportart soll CAZ testen? Über welche Sportveranstaltung sollen wir berichten? Oder übt ihr selbst eine Sportart aus, die ihr uns vorstellen wollt? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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