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Handball: 1. Heimsieg für den HC Elbflorenz

Den ersten Treffer der Partie erzielte der HC Elbflorenz durch Hannes Lindt. Danach folgten fehlerhafte zehn Minuten. Überhastete Abschlüsse, weglassen bester Chancen und technische Fehler führten dazu, dass die Hausherren einfach nicht vom Fleck kamen. Da der TV Kirchzell in dieser Phase ebenfalls seine handballerische Linie suchte, stand es nach knapp 10 Minuten lediglich 2:2. Als der Gast aus Bayern dann erstmalig in Führung ging (2:3), hatte HC-Übungsleiter Peter Pysall genug gesehen und bat zur Auszeit. Allerdings führte auch dies nicht zum erhofften Ziel und so führten die Gäste aus Kirchzell in der 17. Minute mit 4:6, nachdem Philipp Klimmer für den TV Kirchzell in Unterzahl getroffen hatte. In der Folge wurde die Wurfauswahl der Dresdner etwas besser. Nichtsdestotrotz konnte man TVK-Keeper Sandro Friedrich schon zu diesem Zeitpunkt einen guten Arbeitstag bescheinigen. Als Henning Quade in der 23. Minute unnachahmlich für den HC Elbflorenz zum 9:8 traf und Tjark Desler bei angezeigtem Zeitspiel ebenso unnachahmlich von 13 Metern den Ball im TVK-Kasten versenkte, hatte sich der HC Elbflorenz endgültig ins Spiel gekämpft. Vor allem der in der Schlussphase der 1. Halbzeit eingewechselte Tjark Desler konnte viele wichtige Akzente für das Heimteam setzten. Des Weiteren konnte sich der HC Elbflorenz erneut auf Torhüter Timo Meinl verlassen. Er stand seinem Gegenüber in nichts nach. So gingen die Hausherren mit einer 14:12-Führung in die Kabine.

Die 2. Halbzeit begann wie der 1. Spielabschnitt, denn der HC Elbflorenz stattete sein „Sammelalbum der Fehlwürfe“ mit weiteren hundertprozentigen Torchancen aus. Der TV Kirchzell machte es besser und war durch seinen Spielmacher Andreas Kunz vom Siebenmeterpunkt erfolgreich (14:13). Nach einem neuerlichen Ballverlust konnte TV Kirchzell dann durch ein schnelles Tor zum 14:14 ausgleichen. Der HC Elbflorenz nutzte die erste Chance zum 15:14 nicht. Gleiches tat dann auch der Gast aus Bayern, denn Timo Meinl hielt erneut bravourös. Anschließend gelang René Boese der Treffer zum 15:14. Eine Minute später hatte der TV Kirchzell wieder zum 15:15 ausgeglichen. Die folgenden beiden Angriffe brachten Gast- wie Heimteam nichts ein, bevor Tim-Philip Jurgeleit für die Hausherren per Strafwurf erfolgreich war (16:15). Die Gäste taten sich nun sehr schwer, entweder scheiterte man an der Dresdner Abwehr mit einem starken Henning Quade oder an Torhüter Timo Meinl. Die Dresdner erzielten erst durch René Boese das 17:15 und wenig später durch Nils Kretschmer das 18:15. Das veranlasste TVK-Trainer Kunz zu einer Auszeit. Nach dieser kassierte der Gast aber sofort das nächste Gegentor (19:15). Torschütze war HC-Spielmacher Sebastian Greß. Die Kirchzeller Abwehr bestand den „greß’schen Stresstest“ in dieser Phase nicht. Er erzielte das 20., 21. und 23. Tor für die Hausherren. Die Kirchzeller Abwehr fand einfach kein Mittel gegen den dynamischen Spielmacher. Als die Dresdner in der 50. Minute das 24:19 erzielten, war dies eine Art Vorentscheidung. In den letzten zehn Minuten kam das Spiel noch einmal in Fahrt. Vor allem, weil die Abwehrreihen beider Mannschaften etwas zurückhaltender agierten. Da die Dresdner in den letzten Minuten gleich drei gute Chancen liegen ließen, konnte der Gast aus Kirchzell das Endergebnis mit 30:28 relativ eng gestalten.

Fazit: „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf wieder“, sagte Gästetrainer Gottfried Kunz nach dem Spiel. Damit hatte er nicht ganz Unrecht. Der TV Kirchzell erwies sich als der erwartet anspruchsvolle Gegner. Die Dresdner brauchten einen 50-minütigen Anlauf, um die Unterfranken zu knacken. Dresdens Trainer Peter Pysall bestätigte seiner Mannschaft eine „starke kämpferische Leistung“. Insgesamt machten es sich die Hausherren unnötig schwer, denn die Dresdner ließen zu viele Chancen aus. Am Ende ist der erste Heimsieg eingefahren, die Dresdner sammelten so weitere Punkte und Selbstvertrauen und stehen nun – nur wegen des schlechteren Torverhältnisses – auf Platz 2 der Tabelle hinter dem vermutlich stärksten Konkurrenten um den Aufstieg, TV Hüttenberg.



Torschützen: Gress 7, Boese 5, Göde 4, Jurgeleit 4/1, Kretschmer 3, Quade 3, Lindt 2, Desler 2, Bastian, Blasczyk, Hartmann, Matschos, Balster/Meinl (beide Tor)

Quellen: HCE, UL

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