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Damen-Rugby: Fallen lassen und geschmissen werden

Bullige Typen mit fetten Polstern? Alles Klischees. CAZ-Redakteurin Jenny Trautmann war beim Training der Dresdner Damen-Rugby-Mannschaft zu Gast und ganz schön beeindruckt.

 

Rugby. Das ist diese Sportart mit den großen Bulligen und diesen fetten Polstern, die sie umreißen. Erstens: nein. Zweitens: Klischees beseitigen – das ist der Grund für diesen Artikel. Die CAZ stellt vor: das Damenteam Dresdens.

Man wird herzlich begrüßt. Vom neuerlichen Wintereinbruch und den nacheinander eintrudelnden Rugby-Damen. Kein Dragoner, keine weiblichen Wikinger. Das klingt nach Klischee – kennen die Damen aber schon. „Was du?“, ist wohl die häufigste Reaktion, die sie zu hören bekommen, wenn sie über den Sport ihrer Wahl reden. Weil sie nicht aussehen wie laufende Baumstämme, sondern so unterschiedlich sind wie ihre Fingerabdrücke. Das ist auch der Reiz dahinter.

„Bei uns kommt jeder unter“, weiß auch Maike Adam. Sie spielt seit knapp vier Jahren, war schon in südamerikanischen Gefilden unterwegs. Die Forstwissenschaftlerin (da wären wir übrigens beim einzigen Bezug zum Thema Bäume) begeistert noch die Dynamik im Spiel. Eva, die seit knapp zwei Jahren spielt, mag das Miteinander. Denn, und das wusste ein Rookie (Neuling) wie ich bisher auch nicht, Etikette wird beim, während und nach dem Rugby nicht nur großgeschrieben, sondern auch ordentlich geahndet, wenn missachtet. Wer flucht, kann gar Strafpunkte kassieren. Anerkennend ziehe ich meine Mundwinkel nach unten, die Augenbrauen nach oben – englisch-edel anmutend sozusagen. Bevor wieder die Stereotypen-Schublade aufgeht, der dezente Hinweis, dass der Sport nun mal von dort herkommt.

Nacheinander lerne ich noch Anne, Lena (auch ein Neuling, dies ist ihre zweite Trainingseinheit) und Juliane kennen, alles Studentinnen der TU Dresden. Die meisten kamen auch über den Uni-Sport zum Rugby, allerdings kann man heute beim USZ lange suchen – ein Platz im Internet ist den Damen nicht mehr beschieden. Daher auch die immer kleiner werdende Mitgliederzahl, die Ladys werden schlicht nicht gefunden. „Dabei suchen wir dringend!“, kommt es unisono. Es spielt auch absolut keine Rolle, ob man sportlich-affin ist. Selbst eine Couch-Potato wie ich könnte mitmachen. Danach werde ich auch direkt gefragt, als ich, in Mantel und Winterschuhen (sehr sportlich), den Damen hinterher stiefle. Die Herzlichkeit ist wirklich einnehmend. Die Kälte aber auch. Training draußen ist eben doch ein hartes Pflaster.

Haben wir dich überzeugt? Tackle, Pocket & Co. findest du auf der Homepage der Mannschaft.

Text: Jenny Trautmann

Foto: RC Dresden

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