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Musiktipp: Hozier - Hozier

Hozier – dahinter steckt der aus der irischen Stadt Bray stammende Singer-Songwriter Andrew Hozier-Byrne, dessen „Take Me To Church“ international einen sagenhaften Erfolg hatte.

Dunkel, provokant und ehrlich ohne Schleier. Kraftvoll, authentisch, unvergesslich. Nach dem ersten Höreindruck beschreiben diese Worte Hozier wohl am besten. Der Song „Take Me To Church“ krönt sein Debütalbum, welches zwischen Indierock, Pop und R’n’B angesiedelt und unüberhörbar von Blues und Soul inspiriert ist.Zwischen kratzig, dunkel, kraftvoll oder auch weich und zart klingt seine Stimme immer emotional und mitreißend. Musikalisch bedient sich der 24-Jährige des Weiteren coolen Gitarrensounds, fetten Bässen, integriert neben fulminanten Chorpassagen auch verzerrte Instrumente.

Das Besondere an seinem aktuellen Album sind aber sicherlich in ers­ter Linie die Inhalte, die die Songs tragen. Nicht umsonst wurde Hozier bereits für den MTV-Award für „Songs with a Message“ nominiert. Hoziers Lyrics fließen so natürlich, als würde er mit seinem besten Kumpel über sein Leben als junger Mann, über Hoffnungen und Fragen und eben auch unbequeme Themen schwatzen. Man glaubt ihm, weil er kein Blatt vor den Mund nimmt. Seine Gedanken zu Leben und Tod provozieren eher unbequeme Gegenfragen im aufmerksamen Zuhörer und erinnern von den Storylines, gerade was die Gesellschaftskritik anbelangt, an Schriftsteller wie James Joyce. „Take Me To Church“ kritisiert zum Beispiel die Vorherrschaft der irischen katholischen Kirche über wichtige Momente im Leben, wie die Geburt oder den Tod.

Die Hingabe als Songwriter spürt man in seinen provokanten Texten. Dabei steht er für individuelle Charaktere ein. Für Menschen, die dem gesellschaftlichen Wirbel entgegenschwimmen. Seine kantigen Lebensweisheiten lassen einen aufhorchen und zum Innehalten bringen. Entsprechend liefert sein Debütalbum Musik zum wirklichen Hinhören.

 

Text: Marion N. Fiedler

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