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„Egomaniac“ von den Kongos: Brav und Crazy zugleich

Worum geht’s? Kongos, Musik, Pop, Indie-Rock, Sommermusik

Die perfekte Sommermusik. Die Platte „Egomaniac“ von den Kongos hat unsere Musikredakteurin Marion N. Fiedler von den Socken gepustet. Sie empfiehlt: unbedingt reinhören!

Kennt ihr die Kongos? Die vier amerikanischen Musiker haben eine super Platte geschrieben, produziert, eingespielt, gemixt gemastert – und mit „Egomaniac“ ein fetziges Stück Popgeschichte rausgebracht! Wenn ich das Wort hier einfach mal gebrauchen darf: geiler Scheiss. Legt die Scheibe in den Player und eine gute Laune erfüllt den Raum. Die Musik ist kreativ, irgendwo zwischen Indie-Rock, Pop, Mainstream und Songkunst, Elektro und Easy-Listening angesiedelt. Und wird dir ordentlich was dudeln. Perfekte Sommermusik, die euch bis in den Winter gute Laune und Sonnenschein im Herzen garantiert, sei es dass ihr abtanzt oder sie einfach nur im Hintergrund laufen lasst. Bei mir hat sie jedenfalls meine Langzeit-Liebingsplatte (die aktuelle von Elle King) erst mal für paar Tage abgelöst.

Was mich an den Kongos musikalisch fasziniert? Wie bereits gesagt, kann keiner die Gute-Laune-Garantie überbieten, die die Jungs an den Tag legen. Mir gefällt es, dass die Musik glatt ins Ohr geht, aber gleichermaßen eckig und kantig klingt. Im Track „Underground“ geht nicht nur der musikalisch gut ausgespielte Beat mit seinen süchtig machenden Four-On-The-Floors (für alle, die damit nix anfangen können: Die Drums spielen auf jeden Schlag betont) in die Beine. Und juhu, die Kongos singen ihre BGVs, also den Hintergrundsgesang, wie es heulende Wölfe oder Indianer nicht besser machen können. Auf mehreren Titeln. Intensiv! Und schon befinden wir uns in einem neuen Kopfkino.

Die musikalischen Anleihen kontrastrieren sich – um einfach mal ein paar gegensätzliche Sounds zu nennen: Wir haben klassische Instrumente und nach ernster Musik klingende Phrasen neben Technosounds, Folkklänge nach verzerrten Gitarren und Rock-Licks, ... mehr will ich gar nicht nennen. Brav und crazy zugleich, den Rest müsst ihr für euch selbst feststellen.

Worauf ihr euch gefasst machen müsst, wenn ihr die Platte reinschiebt: Die Texte sind direkt. „I want it now, I want it free!“ oder „I want to get fucked up, I want to be free!“ und ähnliche Aufrufe sparen sich die komplizierten Querdenkereien, die man sonst in der Gesellschaft beobachten kann – klingt im Mantel des coolen Sounds glaubwürdig und befreiend. Frech, für uns Girls vielleicht sogar ungehobelt, sind die Jungs aber auch, wenngleich in guten Metaphern: „Vögel tun es, Bienen tun es, ich habe das Gefühl, dass sogar die Priester gut dabei sind. Ich glaube nicht, dass wir uns vorher getroffen haben, aber würdest du es bitte mit mir tun?“

Die Liedtexte sind auch tiefgründig. „Ich denke, ich will ein Tattoo haben, und meine Altersgruppe beeinflussen – Ich möchte den korrekten Mix an Unschuldigkeit, und eine nachhaltige Abwehr. Meine Schuhe sind eine Persönlichkeit – ich möchte die Milchstraße lang rennen, vielleicht dem Kosmos widersprechen – am Jüngsten Tag alles abwägen, um zu sehen, wie viel noch übrig ist, wieviel ich noch bezahlen muss“ – das zieht nicht nur einfach so vorbei. Und jedesmal entdeckt man eine neue Phrase. Bleibt nur noch zu sagen: „Egomaniac“ liefert mir einen perfekt-fröhlichen Mix mit Suchtgefahr – unbedingt selbst reinhören!

Text: Marion N. Fiedler

Foto: PR

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