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Studium geschmissen aus Liebe zum Tanz

Anna Till Hochschule für Bildende Künste Dresden Mary Wigman
Große Ausstrahlung: Anna Till im Stück „Maid of the Mist“ im Dresdner Societaetstheater

Worum geht’s? Studenten, HfBK Dresden, Tanz, Mary Wigman, UdK Berlin

Warum bricht man sein Studium nach erfolgreicher Zwischenprüfung ab? Weil man zum Beispiel wie die Dresdnerin Anna Till eine riesige Leidenschaft fürs Tanzen hat.

Die Projekte von Anna Till sind sind sehr persönlich gestaltet, und ihr Lebensweg hat auf ganz intensive Weise auch ihre Arbeit geprägt. Bis 2010 hat die Dresdnerin nämlich an der Leuphana Universität Lüneburg „Angewandte Kulturwissenschaften“ studiert, und trotz einer 1,3 in der Zwischenprüfung ihr Studium abgebrochen: „Ich wollte mehr in die Praxis gehen, und da ich seit meiner Kindheit tanze, lag es mir am Herzen, dass ich die Ausdrucksform dieser Leidenschaft umsetzen lerne“, erklärt Anna Till.

Immer unterwegs

An der Universität der Künste in Berlin hat Anna dann in einem Pilotstudiengang einen Bachelor im Studienfach „Tanz, Kontext und Choreographie“ gemacht und danach angefangen, an Unis und für Gruppen Tanzkurse zu geben. „Für mich ist es immer wieder spannend, wie andere Lernende bestimmte Themen durch eigene Körperbewegungen ausdrücken“, sagt sie. Ob allein und in ihrer eigenen Company „situation productions“ in Dresden oder auch weltweit, Anna Till ist oft unterwegs. Im Projekt „Fragiland“ zum Beispiel arbeitet sie mit Choreografinnen und Choreografen aus Burkina Faso, Mosambik, den USA und Deutschland zusammen.

Aufführung an der Kunsthochschule

An der Dresdner Kunsthochschule (HfBK) wird sie bald ihren Beitrag zum vierteiligen Tanzabend „Kreis, Dreieck, Chaos – Die Tänze der Mary Wigman heute“ aufführen, die das Erbe der Dresdner Ausdruckstänzerin und Choreographin Mary Wigman in die Gegenwart holen. Dafür arbeitet Anna Till unter anderem mit der HfbK-Studentin Stephanie Zurstegge zusammen. „Mit diesem Projekt bin ich im Januar meine Abschlussprüfung an der HfbK angegangen. Es war ziemlich abgefahren, denn ich wollte vier unterschiedliche Choreographien in eine Bühne integrieren“, erklärt Stephanie Zurstegge. „Unser Spiegel wird für jeden Zuschauer ganz eigene Assoziationen öffnen, ich freue mich wirklich auf die Aufführung im Labortheater und bin auf das Feedback gespannt.“

Vielfältiges Design

Anna Till ist von Stephanies Bühnenbild begeistert. „Was ich wahnsinnig toll finde, ist, dass sie es geschafft hat, für vier Stücke ein Bühnenbild zu entwickeln, welches man mühelos transformieren kann. Ihre Arbeit mit dem vielfältigen Design hat mich von Anfang an beeindruckt.“ Das Bühnenbild wartet im Moment in der HfBK auf seinen großen Auftritt.

Text: Marion N. Fiedler
Foto: Benjamin Schindler

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