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Martin Schulz – Make SPD great again?

Worum geht’s? Martin Schulz, SPD, Kanzlerkandidat, Bundestagswahl

Lichtes Haar, Brille und jede Menge Sympathien: Kanzlerkandidat Martin Schulz ist die neue Hoffnung der SPD. Aber warum gerade er? CAZ-Redakteurin Inga Schütte hat sich Gedanken gemacht.

2017 – Das Jahr der Bundestagswahl. Auf der schwarzen Seite tritt erneut Angela Merkel an, die seit 2005 ununterbrochen im Amt ist. Die Alternativen wirkten bis vor Kurzem trostlos und so schien es, als würde sich an der bestehenden Regierung auch in den nächsten vier Jahren nichts ändern. Doch plötzlich tauchte eine rote Lichtgestalt am Firmament auf …

Der Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz statt Sigmar Gabriel, und plötzlich drehen alle durch. Ein Blick in die sozialen Medien und man könnte meinen, dass Ende der Welt sei gekommen und der Messias sei auf die Erde zurückgekehrt. Seit der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten scheint es nicht nur erstmals eine echte Alternative zu Angela Merkel zu geben (aktuelle Prognosen zeigen, dass Schulz durchaus Chancen auf einen Sieg hat), sondern die SPD verzeichnet auch massiv neue Parteieintritte. An dieser Stelle sei einmal kurz gesagt: Die Partei ist immer noch die alte. Ihre Politik wurde in den letzten Wochen nicht reformiert oder hat sich neu erfunden und dennoch gelangt die SPD in aktuellen Umfragen wieder auf über 30 Prozent.

Und auch die sozialen Medien und verschiedene Satire-Sendungen ziehen kräftig mit und berichten in verschiedenster Weise über Schulz. Damit könnte sich die SPD den Wahlkampf dieses Jahr fast schon sparen. Trotzdem bleibt eine Frage offen: „Warum?“ Was hat dieser Mann an sich, dass er so beliebt ist? Vielleicht liegt es daran, dass niemand so genau weiß, was er als Präsident des Europäischen Parlaments all die Jahre so gemacht hat. Und da er nie an einer Universität war, kann er immerhin auch kein Plagiat begangen haben. An dem Slogan ‚Mehr Gerechtigkeit‘ kann es jedenfalls nicht liegen, denn das wird prinzipiell bei jeder Wahl versprochen, genauso wie sichere Renten und mehr Chancengleichheit. Vielleicht liegt es auch daran, dass er sich für Europa stark macht oder einfach, weil niemand Sigmar Gabriel mochte? Wer weiß das schon alles so genau.

In den nächsten Monaten wird sich letztlich zeigen, ob die plötzliche Aufbruchsstimmung im roten Lager noch bis September halten kann. Denn dann sind die Bundestagswahlen. Und nachdem wir gesehen haben, was für ein Mensch in den USA zum Präsidenten gewählt werden kann, möchte ich euch bitten: Geht im September wählen!

Text: Inga Schütte
Foto: EU2016 SK unter der Creative Commons Lizenz

Jetzt seid ihr dran: Kennt ihr Menschen, welche die CAZ unbedingt vorstellen sollte? Gibt es jemanden am Campus, über den es sich lohnt zu berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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