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Ines Herrmann: Vom Klassenzimmer auf die Bühne

Sängerin Ines Herrmann CAZ-Redakteurin Jennifer Georgi
CAZ-Redakteurin Jennifer Georgi (links) und Ines Herrmann waren sofort auf derselben Wellenlänge.

Worum geht’s? TU Dresden, Scheune Akademie, Bühne Dresden, Lange Nacht der Theater

Die Sängerin Ines Herrmann hat an der TU Dresden auf Lehramt studiert, ist mittlerweile aber erfolgreiche Musikerin. CAZ-Autorin Jennifer Georgi hat sie auf einen Kaffee getroffen.

Der Traum, seine Leidenschaft mit dem Beruf zu verbinden, ist für viele ein lebenslanger Wunsch. Die junge Künstlerin Ines Herrmann hat es geschafft – oder ist zumindest auf dem besten Weg dahin. Vor Kurzem habe ich die Dresdner Sängerin persönlich kennengelernt und durfte ihr bei einem kleinen Kaffeeklatsch Löcher in den Bauch fragen.

Das erste Schmunzeln kam mir über die Lippen, als wir feststellten, dass wir beide den gleichen Studiengang besuchten, sogar die gleichen Module. Ines hatte damals als Lehramtsstudentin für Deutsch und Ethik in Dresden den Bachelor gemacht und später den Master in Germanistik angehangen. 2016 ging sie nach Amerika für eine Promotion. Dort gab sie auch Konzerte und stellte schlussendlich fest, wofür ihr Herz vollends schlägt. Sie brach ihre Tätigkeit als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache ab und hat sich seitdem komplett ihrer eigenen Welt verschrieben, der Musik. „Es fühlt sich so richtig an, das zu tun, was ich wirklich will“, meint sie und ich kann die Freunde und Begeisterung in ihren Augen lesen.

Aber der Erfolg kommt natürlich nicht über Nacht und schon gar nicht ganz von selbst. Es steckt eine Menge Arbeit hinter Ines Herrmanns Traum, die man vordergründig gar nicht sieht. So besuchte sie schon neben dem Studium Lehrgänge in der Dresdner „Scheune Akademie“, Workshops, nahm Gesangs- und Instrumentalunterricht für Gitarre, Klavier und Schlagzeug. Sie kümmerte sich selbst um jeden einzelnen Auftritt, sprach immer wieder Leute an und machte, wo sie konnte, auf sich und ihre Musik aufmerksam. Doch die Arbeit hat sich ausgezahlt und das sogar ziemlich schnell. Seit 2017 widmet sie ihre Zeit ausschließlich dem Schreiben von neuen Songs, Konzertplanungen, Auftritten und gibt selbst Gesangsunterricht für Jugendliche und Erwachsene. Auch ein Album ist in Planung und ihre Augen strahlen beim Erzählen über all die spannenden Dinge, die nun vor ihr liegen. „Dieses Jahr bin ich schon für 35 Auftritte gebucht und mein Ziel ist es, die 60 zu knacken“, verrät sie.

Ihre Songs sind alle Eigenproduktionen, aber Ines schreibt auch gern mit anderen Sängern zusammen, lässt sich von ihnen inspirieren und Tipps geben und hilft ihnen dafür an anderen Stellen aus. „Eine Riesenhilfe sind mir auch vor allem meine wunderbaren Freunde“, berichtet sie strahlend. Diese helfen ihr und unterstützen sie, wo sie können. Es sieht so aus, als ob sie auf dem Weg, sich ihren Traum zu verwirklichen, nichts mehr aufhalten kann. „Ich denke, dass alles möglich ist, wenn man es wirklich will.“

Für dieses Jahr steht schon einiges auf dem Plan, so tourt sie durch Chemnitz, Leipzig, Berlin und natürlich wird es auch in Dresden, ihrem Zuhause, einige Auftritte geben. So zum Beispiel das am 7. April 2018 stattfindende „Late Night Concert“ zur Langen Nacht der Theater an der „bühne“. Um 23 Uhr geht es los. Für dürftig gefüllte Studentenportemonnaies besonders angenehm: Das Ganze ist kostenfrei.

Text und Foto: Jennifer Georgi

Jetzt seid ihr dran: Kennt ihr Menschen, welche die CAZ unbedingt vorstellen sollte? Gibt es jemanden am Campus, über den es sich lohnt zu berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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