Schreib uns per WhatsApp: 0172 77 18 33 4

Grün sind alle meine Kleider: Berufsbild Förster

Clemens Weiser ist studierter Forstmann
Clemens Weiser ist studierter Forstmann

Worum geht’s? Forstakademie Tharandt, Sachsenforst, TU Dresden

Ist doch klar: Wer Forstwissenschaften studiert, wird Förster. Heutzutage orientieren sich trotzdem viele noch um. Nicht so Clemens Weiser. Er ist mit 34 Jahren Leiter des Staatsforstbetriebs Eibenstock.

Um dort hin zu kommen, legt Clemens mit dem Auto täglich etwa 130 Kilometer zurück. Er wohnt schließlich in Dresden, wo er auch studierte – an der forstwissenschaftlichen Fakultät der TU in Tharandt. „Ich war schon immer sehr naturverbunden“, sagt er. Aufgrund der Nähe zur Heimat entschied sich Clemens letztendlich 2002 für das Studium hier.

Zuvor absolvierte er ein Pflichtpraktikum im Forstrevier Marienberg. „Dahin wollte ich eigentlich zurück.“ Seine fünf Studienjahre zum Diplom hat Clemens strikt durchgezogen. „Das muss man tun“, sagt Clemens, „um hierhin zu kommen. Trotzdem konnte ich die Zeit genießen. Vor allem mein Auslandssemester in Schweden hat mich noch mehr über die Vielfalt der Forstwelt gelehrt.“

Nach dem Abschluss folgte das zweijährige Referendariat beim Staatsbetrieb Sachsenforst. „Zuerst lernten wir viel über die Arbeit draußen vor Ort, über den Naturschutz und die Landschaftspflege. Die Projekte waren aber immer räumlich und zeitlich begrenzt“, erklärt er. Die Prüfungszeit sei besonders nervenaufreibend und anspruchsvoll gewesen. Letztendlich landete er in Eibenstock. „Es gibt eigentlich keine typischen Arbeitstage.“ Zu allererst gehe es jedoch immer um den Schutz, den des Waldes und der Waldbesucher. Finanziert wird die Arbeit auf den öffentlichen Flächen vom Freistaat Sachsen. „Die Waldbewirtschaftung und Holzernte spielen also auch eine Rolle, um alle Projekte auch wieder zu refinanzieren.“

Auch das Jagen gehört zu Clemens‘ Aufgaben und er sagt: „Wenn es zu viele Tiere gibt, schadet das dem Ökosystem im Bezirk.“ Sie würden die Rinde der Bäume fressen, die jedoch verkauft werden sollen. Zwar würde mehr Grün zum Fressen wachsen, wenn die hohen Bäume nicht so dicht ständen, dann wäre der Holzertrag jedoch wieder geringer. „Besonders viel Freude habe ich beim Verkaufen von Holz, einem erfolgreichen Geschäft also, aber auch beim Durchführen von Exkursionen. Es macht Spaß, andere für meine Arbeit zu begeistern.“ Bei dieser Aufgabe legt sich Clemens ins Zeug und erzählt von dem Ziel den Fichtenwald, irgendwann mal in einen Mischwald zu verwandeln.

Text und Foto: Lotta-Clara Löwener

Jetzt seid ihr dran: Kennt ihr Menschen, welche die CAZ unbedingt vorstellen sollte? Gibt es jemanden am Campus, über den es sich lohnt zu berichten? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

Zurück

Das könnte dich auch interessieren:
Sophia Zeil hat ihren Traumjob im Theaterarchiv gefunden

Ein Job auf 800 Regalmetern Theatergeschichte

Keine Angst vor der Zukunft. Die meisten Uni-Absolventen finden spannende Jobs, an die sie vorher selbst nie gedacht hätten. Eine von ihnen ist Sophia Zeil.

[ ... ]

Martin Schulz – Make SPD great again?

Lichtes Haar, Brille und jede Menge Sympathien: Kanzlerkandidat Martin Schulz ist die neue Hoffnung der SPD. Aber warum gerade er? CAZ-Redakteurin Inga Schütte hat sich Gedanken gemacht.

[ ... ]

Befreundet mit einem Flüchtling: "Roulade und Döner"

Wenn die Integration der Flüchtlinge funktionieren kann, dann durch Freundschaft, glaubt CAZ-Redakteurin Anne Nentwig und berichtet von „ihrem Flüchtling“ Ahad.

[ ... ]

Dresdner Campus-Presse – so fing’s an

CAZ hat mit Heiko Schwarzburger, dem ehemaligenChefredakteur der ad-rem, über bewegte Zeiten, nächtliche Redaktionssitzungen und die Freiheit zu experimentieren gesprochen.

[ ... ]

„Ein Copy-Shop ist wie ein Schubgeschäft“

Wer sind die Menschen rund um den Campus, die wir regelmäßig sehen, aber von denen wir doch nichts wissen? CAZ stellt einige von ihnen vor. Heute Michael Nowak vom Copy-Shop am Zelleschen Weg.

[ ... ]

„Es gibt nicht den typischen Studenten“

Wer sind die Menschen rund um den Campus, die wir regelmäßig sehen, aber von denen wir doch nichts wissen? CAZ stellt einige von ihnen vor. Heute Steffi Hirsch von der Bücherei am Nürnberger Platz.

[ ... ]

Leserbrief: „Fragt nicht nach dem Warum“

Der Jahreswechsel ist für viele Anlass, zurück zu blicken und sich Gedanken über die nächste Zeit zu machen. Die CAZ erhielt diesen Leserbrief. Was meint ihr dazu?

[ ... ]

Eric Hattke: „Ich schaue leidenschaftlich gern Filme“

Der TU-Student, einst Sprachrohr von „Dresden für alle“, spielt Badminton, liebt Gelassenheit und Schwarzbier und hat schon 20-mal „I heart Huckabees“ geschaut – mindestens.

[ ... ]

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Piwik“. Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...