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Festtagsrezepte: Und wie schmeckt dein Weihnachten?

Gingerbread Men sind in England beliebt
Pfefferkuchenmänner sind in England als Gingerbread Men bekannt

Worum geht’s? Weihnachten, Weihnachtsessen, Pfefferkuchen, Blini, Cookies

Was isst man in Italien, Russland oder Südafrika zu Weihnachten? CAZ-Redakteurin Anne Nentwig hat Plätzchenrezepte und ein internationales Weihnachtsmenü zusammengestellt.

Geht es um Weihnachten, hat jedes Land seine ganz eigenen Traditionen. Plätzchen und ein klassisches Festtagsmenü gehören aber in den meisten Ländern zum Fest der Feste einfach dazu. Statt Lebkuchen gibt es aber italienische Cantuccini oder die beliebten American Cookies, die dem Weihnachtsmann in den USA nachts mit einem Glas Milch serviert werden.

 

Cantuccini aus Italien (65 Stk.):

Du brauchst:

300g Mehl, 1 TL Backpulver, 160g Zucker, 3 Eier, 1 Pr. Salz, 60g Pistazienkerne, je 50g ungeschälte Mandeln, 1 Eigelb, 2 EL Milch

So wird‘s gemacht:

Mehl, Backpulver, Zucker, Eier und Salz verkneten. Pistazien und Mandeln unterkneten. Teig dritteln, zu Rollen formen (ca. 2.5 cm) und mit etwas Abstand auf ein Backblech legen. Eigelb und Milch mischen und über die Rollen streichen. Bei 180 Grad ca. 20 Minuten backen. Teigstangen dann vorsichtig aus dem Backofen herausnehmen, kurz abkühlen lassen und schräg in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden. Mit der Schnittfläche auf das Backblech legen und weitere 4 Minuten backen.

 

American Cookies (25-30 Stk.):

Du brauchst:

250g Margarine oder Butter (Zimmertemperatur), 250g brauner(!) Zucker, Pr. Salz, 2 Eier, 1 TL Vanillezucker, 1 gestr. TL Backpulver, ¼ TL Natron, 350g Mehl, 300g Schokotröpfchen

So wird‘s gemacht:

Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz einige Minuten mit dem Mixer schaumig rühren, danach die Eier unterschlagen. Als Letztes Mehl, Backpulver und Natron dazugeben, bis ein glatter Teig entsteht. 2/3 der Schokolade unterheben und den Teig mindestens eine Stunde kühlen. Danach den Teig als Kugeln von etwa 2-3cm Durchmesser mit großem Abstand auf das Blech setzen und mit der restlichen Schoki bestreuen. Eventuell mit dem Messerrücken etwas platt drücken und bei 175 Grad etwa 12-15 Min. hellbraun backen (auch hier nicht zu lange!). Variationen mit Nüssen, weißer Schoki, Cranberrys etc. sind möglich.

 

Gingerbread Man aus England (40 Stk.):

Du brauchst:

300g Butter, 125g (feiner) Kristallzucker, 125g brauner Zucker, 225g Sirup, 725g Mehl, 2 TL Natron, 3 TL gemahlener Ingwer, 1 TL Zimt

So wird‘s gemacht:

Butter mit Zucker und Sirup in einem Topf schmelzen. Mehl, Natron, Ingwer und Zimt in einer großen Schüssel mischen und dann die Butter-Zucker-Masse hinzufügen, mischen und gut durchkneten. 30 Minuten kühlen und danach auf bemehlter Fläche ca. 5mm ausrollen (nicht zu dünn!). Danach Pfefferkuchenmann-Figur ausstechen oder ausschneiden (Vorlage gibt‘s online), 12 Min. im Ofen backen und nach dem Abkühlen mit Zuckerguss verzieren.

Zumindest geschmacklich erinnern die Gingerbread Man aus England sehr an unsere deutschen Lebkuchen. Es gibt also auch die ein oder andere Parallele. So wird in den meisten westlichen Ländern zum Fest ein Braten als Hauptspeise serviert. Oft ist es der Gänse- oder Entenbraten, gefüllter Truthahn oder auch der Weihnachtsschinken. Die Beilagen sowie Vor- und Nachspeisen variieren in den meisten Ländern jedoch. Im CAZ-Festtags-Menü haben wir uns für russische Blini mit Lachs als Vor- und englischem Christmas-Pudding als Nachspeise entschieden. Da ein Braten tendenziell viel zu aufwändig und teuer ist, schlagen wir südafrikanisches Umngqusho vor. Es geht als veganes Hauptgericht oder auch als Beilage zu Fleisch durch. Statt Glühwein gibt es mexikanischen Weihnachtspunsch mit Tequila.

 

Vorspeise aus Russland: Blini mit Lachs

Kleine Pfannkuchen, traditionell mit Hefe und Buchweizenmehl zubereitet.

Du brauchst:

350 ml lauwarme Milch, ½ Würfel Hefe, ½ TL Zucker, 80-100g Butter, 2 Eier, 150g Buchweizenmehl, 100g Weizenmehl, ½ TL Salz, 200g Schmand, 300 Räucherlachs, 1TL Zitronensaft

So wird‘s gemacht:

Mehlsorten in einer großen Schüssel mischen, eine Mulde eindrücken und die Hefe hineinbröseln. Lauwarme (!) Milch und Zucker in die Mulde geben, leicht verrühren und an einem warmen Ort 30 Min. gehen lassen. Danach 50g Butter schmelzen lassen und mit den Eiern sowie einer Prise Salz zum Teig geben. Nochmals gut verrühren und 2-3 Stunden gehen lassen.

Danach in einer beschichteten Pfanne in heißer Butter kleine Küchlein (8-10cm Durchmesser) ausbacken. Blini im Ofen warm halten . Schmand mit Zitronensaft mischen, die fertigen Blini damit bestreichen und mit einem Stück Räucherlachs darauf servieren.

 

Hauptspeise aus Südafrika: Umngqusho oder Samp& Beans (10 Portionen)

Bekannt als Leibgericht Nelson Mandelas.

Du brauchst:

500 Maisgries, 500g Zuckerbohnen, Salz, Öl, 1 Zwiebel, 2-3 TL Currypulver, 2 Knoblauchzehen, 1-2 Tomaten, 1 Würfel Gemüsebrühe, 2 Kartoffeln, 50 g Butter (optional)

So wird‘s gemacht:

Maisgries und Bohnen mit kaltem Wasser spülen und dann über Nacht einweichen lassen. Das Wasser entfernen und in einen großen Topf geben. 5-6 Tassen Wasser dazugeben und köcheln lassen, eventuell immer wieder Wasser dazugeben, bis beides weich wird. Mit Salz abschmecken. Währenddessen die Zwiebeln in etwas Öl anschwitzen und den gepressten Knoblauch mit dem Currypulver dazugeben. 1-2 Min. unter Rühren weiterkochen und dann geschnittene Tomaten und Kartoffeln, Brühwürfel sowie ½ Tasse Wasser hinzugeben. Kochen, bis die Kartoffeln weich sind. Bohnen und Maisgries abtropfen lassen und zu den anderen Zutaten geben. Nochmals kurz köcheln lassen und optional die Butter unterrühren.

 

Nachtisch: Englisch Christmas Pudding (2 Pudding a 8-10 Personen)

Erinnert mehr an ein Früchtebrot, als an Pudding, wie wir ihn in Deutschland kennen.

Du brauchst:

100g Mehl, 2,5 TL Salz, 5mg Weihnachtsgewürz, 1TL Zimt, Muskatnuss, 1 TL ger. Nelken, 200g Schmalz, 250g frische weiße Brotkrümel, Saft und Schale einer Orange und einer Zitrone (auf Bioqualität achten), 200g Rohrzucker, 200g ger. Möhre, 200g ger. Apfel, 300g Rosinen, 200g Korinthen, 200g Sultaninen, 100g Orangeat, Zitronat, 50g ger. Mandeln, 2 x 15 ml Zuckerrübensirup, 1 gr. Weinglas Cointreau/Brandy/Sherry, 4 leicht verquirlte Eier

So wird‘s gemacht:

Mehl, Salz und Gewürze in eine großen Schüssel sieben, danach alle weiteren trockenen Zutaten zugeben und mixen. Währenddessen Sirup in einer Pfanne leicht erwärmen, Zitronen-und Orangensaft sowie den Alkohol und die Eier hinzufügen. Danach mit den trockenen Zutaten verrühren. Schüssel mit einem Tuch bedecken und bis zum nächsten Tag durchziehen lassen.

 

In England gibt es bestimmte Kuchenformen für den Christmas Pudding, ein feuerfestes Gefäß, das einem heißen Wasserbad standhält, tut es aber auch. Puddingformen bzw. Gefäße einfetten, den Teig einfüllen und beide Formen mit etwas Backpapier, welches einen etwas größeren Durchmesser als die Form haben sollte, bedecken. Darauf wiederum Alufolie legen, die etwas übersteht, um den Rand dann fest an die Schüssel zu drücken (man kann auch alles mit einem Band befestigen). Den Pudding nun für 5-6 Stunden im Wasserbad kochen, dabei möglicherweise immer mal wieder etwas Wasser auffüllen. Auskühlen lassen und eventuell bis Weihnachten einfrieren.

Am Festtag nochmals 2-3 Stunden im Wasserbad erhitzen, danach aus der Form stürzen und vor dem Servieren mit Brandy übergießen und am Tisch flambieren. Dazu wird Brandybutter oder Vanillesoße gereicht.

 

Punsch: Mexikanischer Ponche Navideño (16 Personen)

Fruchtiger Weihnachtspunsch für Groß und Klein. Mit oder ohne Alkohol ein Genuss.

Du brauchst:

3,5l Wasser, 2 Zimtstangen, 8 Gewürznelken, 5 große Tamarinde-Schoten (geschält und entkernt), 230g mex. Weißdorn oder kleine Holzäpfel (crab apples), 6 geschälte und gewürfelte Guaven, 2 mittelgroße rote Äpfel sowie 1 Birne (beides entkernt, geschält, gewürfelt), 2 Zuckerrohrstangen (10 cm lang, geschält, gewürfelt), 1 Tasse getr. Pflaumen, 75g Rosinen, 1 mittlere geschn. Orange, 200g Zucker, Tequila

So wird‘s gemacht:

Die ersten 5 Zutaten in einem großen Topf zum Kochen bringen. Danach die Hitze reduzieren und ca. 10 Min. köcheln lassen, bis der Weißdorn bzw. die Holzäpfel weich sind. Äpfel in zwei Hälften teilen und mit den restlichen Zutaten (außer dem Tequila) hinzugeben und weitere 30 Minuten köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Zimtstangen und Nelken entfernen und beim Servieren einen Tequila-Shot pro Tasse hinzugeben.

CAZ wünscht guten Appetit!

Text: Anne Nentwig
Foto: Pixabay

Jetzt seid ihr dran: Wo geht ihr in Dresden gerne hin? Welche Musik und welche Bücher soll CAZ vorstellen und welche Kulturveranstaltungen ankündigen? Schreibt an redaktion@caz-lesen.de

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