CAZ-Job-Test: Die rasende Reporterin

Skandale aufdecken, Stars treffen und von tragischen Schicksalen berichten: Viele wollen es, nur wenigen gelingt es – Journalist zu werden. Im CAZ-Job-Test berichtet eine Redakteurin von ihrem Medienalltag.

Als Redakteurin bei der inoffiziellen Lieblings-Campuszeitung geht’s für mich heute nach der Vorlesung in der zweiten Doppelstunde auf in die Redaktion. Dort angekommen, gibt’s erst mal Kaffee und die neues­ten Nachrichten zum Tagesgeschehen. Damit ich auf den aktuellen Stand komme, müssen die gefühlten 300 Mails (tatsächlich sind es heute „nur“ 283) durchgesehen werden, die sich über Nacht ins Redaktionspostfach geschlichen haben. Auch der konventionelle Briefkasten wartet auf mich. Mal sehen, ob schon die angeforderten Rezen­sionsexemplare dabei sind und begutachtet werden können. Wie schön: Bücher zur Verlosung sind auch dabei.

Und jetzt geht’s eigentlich erst richtig los.

Da wir gestern in der Redaktionssitzung festgehalten haben, was in die nächste Ausgabe soll, heißt es jetzt: Auf in die „große weite Campuswelt“. Hier beginnt dann erst wirklich die Arbeit, die sich die meisten unter dem Berufsbild „Journalist“ vorstellen.
Zuerst bin ich rund um die Alte Mensa unterwegs, um die Umfrage fürs nächs­te Heft zu führen. Ist je nach Thema nicht immer leicht, denn viele möchten nicht fotografiert werden, sind zu schüchtern, haben keine Zeit oder denken, man will ihnen ein Abo aufquatschen.

Doch oft trifft man interessante Menschen mit spannenden Geschichten.

Dann fällt es meist schwer, den Text auf eine bestimmte Anzahl von Zeichen zu kürzen. Doch für jeden Artikel ist im Layout nur ein bestimmter Platz vorgesehen.

Nach der Umfrage mache ich mich auf den Weg in die Neustadt, denn dort bin ich mit zwei Studenten verabredet, die ich zu ihrem Verein interviewen möchte. Schon gestern habe ich mich auf das Interview vorbereitet und überlegt, was für unsere Leser interessant sein könnte und wie ich diese Infos am besten bekomme, denn ich bin ja keine PR-Tante, die einfach Werbung machen will.

Gründliche Recherche ist das A und O, das eigentliche Schreiben kommt danach.

Nach dem Termin geht’s wieder zurück in die Redaktion, denn nun muss das gesammelte Material bearbeitet, Fotos ausgesucht, Texte geschrieben und vielleicht noch einmal nach- und gegenrecherchiert werden. Heute war aber ein ziemlich ruhiger Tag. Morgen wird es hingegen ganz anders aussehen, denn am Freitagabend ist Drucklegung, schließlich wollt ihr pünktlich am Montag die neueste Ausgabe in den Händen halten.

Fazit:

Als Journalist zu arbeiten, ist sicher anstrengender, als manch einer denkt, aber es macht so viel Spaß und ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man spannende Menschen mit coolen Storys trifft und später den eigenen Artikel in der Zeitung liest.

Sophie Schwarz

Hast du Lust bekommen, bei der CAZ mitzumachen? Dann bewirb dich unter post@caz-lesen.de

Um die Nutzung unserer Website zu erleichtern, verwenden wir „Cookies“ und die Analyse-Software „Piwik“. Unsere Website verwendet auch „Cookies von Drittanbietern“, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mehr dazu ...